manager magazin 9/2017: HelloFresh-CEO dämpft Erwartungen an Börsengang

Rocket Internets Kochbox-Dienst könnte schon im September an die Börse gehen – allerdings zu einer niedrigeren Bewertung als erwartet

Rocket Internets wichtigstes Portfoliounternehmen HelloFresh könnte schon im September an die Börse gehen – allerdings zu einer niedrigeren Bewertung als zuletzt erwartet. Dies sagte HelloFresh-CEO Dominik Richter dem manager magazin (Erscheinungstermin: 25. August). Eine niedrigere Bewertung des Kochbox-Dienstes sei „nicht mehr als eine Momentaufnahme“, so Richter. „Das gilt auch für den Preis bei einem möglichen Börsengang.“ Viel wichtiger sei der Unternehmenswert in drei oder fünf Jahren.

Das Berliner Unternehmen war durch den missratenen Börsengang des amerikanischen Konkurrenten Blue Apron im Juni unter Druck geraten. Der US-Dienst ist inzwischen nur noch rund eine Milliarde Dollar wert – deutlich weniger als die Hälfte der Bewertung, die beim Börsengang angepeilt worden war (2,68 Milliarden Dollar). Investoren halten es daher für fraglich, ob HelloFresh bei einem Börsengang seine Bewertung von zuletzt zwei Milliarden Euro halten kann.

HelloFresh-CEO Richter betonte zugleich, dass sich HelloFresh deutlich besser entwickele als Blue Apron. „Wir spielen in einer ganz anderen Liga.“ HelloFresh wachse schneller, mache weniger Verluste und gewinne Marktanteile in den USA. „Das wird sich auch in den Zahlen für den Rest des Jahres zeigen.“


Autor: Jonas Rest
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Hamburg, 25. August 2017

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