SPIEGEL GESCHICHTE: „Die Kreuzzüge. Kulturkonflikt im Mittelalter“

Glaubenswelten prallen aufeinander, Kulturen ringen um Hegemonie – weltweit ist dieser Konflikt in vielen Regionen brandaktuell. Bedenklich oft sehen sich die Widersacher dabei in der Tradition der mittelalterlichen Kreuzzüge. Aber waren die bewaffneten Wallfahrten ins Heilige Land überhaupt ein Kulturkampf zwischen Christentum und Islam? Die neueste Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE, die morgen erscheint, zeichnet anhand verbürgter Fakten und präziser Analysen ein umfassendes Bild der Kreuzzugsepoche.

Im Jahr 1096 waren die ersten Kreuzritter, aufgestachelt von religiösen Parolen, nach Jerusalem gezogen, um die heiligen Stätten für das Christentum zurückzugewinnen. Es gab blutige Schlachten, erbitterte Rivalen wie Richard Löwenherz und Sultan Saladin, hoch gerüstete Templer, Meister der Diplomatie wie Kaiser Friedrich II und Legenden wie die Kinderkreuzzüge. Doch nachdem die Festung Akkon 1291 von Mamluken zurückerobert wurde, endeten die bewaffneten Pilgerfahrten ins Heilige Land so überraschend, wie sie begonnen hatten. SPIEGEL GESCHICHTE „Die Kreuzzüge“ erläutert, wie die Kreuzzugs-Idee entstand, und erklärt das komplexe Wechselspiel von Machtpolitik, Handelsinteressen und Religion. Journalisten, Wissenschaftler und Experten schildern Kämpfe und Begegnungen zwischen den europäischen und den nahöstlichen Akteuren und analysieren, warum es zu kurz greift, die Kreuzzüge als Vorgeschichte eines vermeintlichen aktuellen Kulturkonflikts zwischen Islam und Christentum zu sehen. Denn bei näherem Hinsehen zeigt sich: Nachhaltiger als alle Konfrontation war auch damals die Begegnung zwischen Ost und West. Überraschend wirkt der intensive, offene Austausch zwischen Kreuzrittern und Einheimischen muslimischen Glaubens. Und aufschlussreich ist es, die Heldengeschichten in beiden Kulturtraditionen auf ihre Ursprünge und Stichhaltigkeit zu hinterfragen. Darum nimmt SPIEGEL GESCHICHTE „Die Kreuzzüge“ auch die muslimische Perspektive in den Blick, aus der sich die westlichen Eroberungsfahrten oft anders darstellen.

Die hochmittelalterliche Epoche der Kreuzzüge fasziniert durch ihre Grausamkeit und Fremdheit. Das Verständnis dieses komplexen Kulturkonflikts ist zentral für die Einordnung heutiger Debatten über Islam und Christentum. SPIEGEL GESCHICHTE „Die Kreuzzüge“ zeigt: Hinter den alten Geschichten von Helden und Religionskrieg verbirgt sich ein verblüffend reichhaltiges Zusammenleben von Volksgruppen und Glaubensrichtungen im Heiligen Land.

Die neue Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE „Die Kreuzzüge. Kulturkonflikt im Mittelalter“ erscheint am 25. September 2018 zum Copypreis von 7,90 Euro.


Hamburg, 24. September 2018

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