manager magazin 7/2018: Scope peilt Börsengang für 2019 an

Berenberg soll der Berliner Ratingagentur frisches Geld für die europäische Expansion beschaffen / Millioneninvestition des BMW-Erben Stefan Quandt

Die Berliner Ratingagentur Scope soll noch 2019 an die Börse gehen. Angestrebt wird ein zweistelliger Millionenerlös für die Expansion. Als Konsortialführer ist das Hamburger Bankhaus Berenberg vorgesehen, berichtet das manager magazin (Erscheinungstermin: 22. Juni). Unternehmensgründer Florian Schoeller wollte die Informationen nicht bestätigen und bezeichnete den Börsengang lediglich als eine von mehreren Optionen. Die Option Börsengang könne jedoch rasch umgesetzt werden: „Scope ist technisch gesehen bereits börsenreif“, sagte Schoeller dem Magazin.

Seit 2013 haben Schoeller, BMW-Erbe Stefan Quandt sowie die übrigen der rund 70 Eigentümer 45 Millionen Euro in den Aufbau des Unternehmens investiert, das ein europäischer Konkurrent für die Marktführer Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch werden soll. Weitere 50 Millionen Euro seien für den Ausbau in Europa geplant, sagte Schoeller.

Den Großteil des Geldes werde Scope schon im kommenden Jahr an der Börse einsammeln, um die seit 2009 laufende Aktienrally noch auszunutzen, sagen Kenner der Firmenpläne. Derzeit läuft eine Kapitalerhöhung unter Alteignern, deren Erlös die Finanzierung bis zur Erst-Emission sichern soll.


Autor: Mark Böschen
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Hamburg, 22. Juni 2018

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