Verlagskoalition und Bundesverband Presse-Grosso einigen sich auf einen gemeinsamen Weg in die Zukunft

Die Koalition der Verlage Bauer, Burda, Funke, Gruner + Jahr, Klambt, Spiegel und Axel Springer hat sich mit dem Bundesverband Presse-Grosso auf zukunftsweisende Rahmenbedingungen für das Presse-Vertriebssystem in Deutschland geeinigt. Die sieben Verlage, die zusammen mehr als 75 Prozent des deutschen Zeitschriftenmarktes repräsentieren, hatten sich 2016 auf die gemeinsame Verhandlung einer neuen Branchenvereinbarung verständigt. Diese neue Vereinbarung, die u.a. die Grosso-Konditionen regelt, tritt am 1. März 2018 mit einer Laufzeit von fünf Jahren in Kraft. Zugleich hat die Axel Springer SE mit dem Presse-Grosso für eine Dauer von drei Jahren und ebenfalls beginnend am 1. März 2018 eine Vereinbarung für den Vertrieb von BILD und WELT geschlossen.

Ziel der Verlagskoalition und des Verbands der Presse-Grossisten war es, einen gemeinsamen Weg in ein noch effizienteres und damit zukunftsweisendes Vertriebssystem für Presseprodukte in Deutschland zu finden. Die neue Vereinbarung schafft u.a. die konditionellen Rahmenbedingungen, damit der Systembeitrag einzelner Zeitschriftentitel und ihre jeweils verursachten Kosten gerechter verteilt werden können. Die Verlage und Grossisten haben sich zudem darauf verständigt, dass der dynamisch fortschreitende strukturelle Veränderungsprozess des Presse-Grosso von den Verlagen konstruktiv und partnerschaftlich unterstützt wird.

Die Gründungsvision der Verlagskoalition war es, das "vermutlich beste Pressevertriebssystem der Welt bereit zu machen für die völlig veränderten Märkte des 21. Jahrhunderts", erklärt ihr Initiator Philipp Welte, Vorstand bei Hubert Burda Media: "Wir wollten sicherstellen, dass die Menschen in Deutschland auch in Zukunft überall den freien Zugang zu unseren journalistischen Produkten haben, weil wir darin unseren essenziellen Beitrag zum gesunden Pluralismus unserer Republik sehen." In vielen Gesprächen mit dem Grosso sei es gelungen, die Voraussetzungen für ein zukunftsfestes Vertriebssystem zu schaffen, das auch Belastungen standhält und damit den unverzichtbaren freien Zugang zu Printmedien sichert.

Frank Nolte, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Presse-Grosso äußert sich ebenfalls zuversichtlich: "Das Grosso und die gesamte Branche stehen angesichts der fortschreitenden Digitalisierung vor großen Herausforderungen. Die neuen Anforderungen können die Marktpartner nur gemeinsam bewältigen. Die nun geschaffene Planungssicherheit ist eine wichtige Grundlage, um strukturelle Anpassungen vornehmen zu können und das Pressevertriebssystem für alle Partner diskriminierungsfrei und leistungsstark zu halten."


Hamburg, 21. Februar 2018

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