SPIEGEL EDITION GESCHICHTE: „Von Herren und Sklaven. Wie die Europäer die Welt unterjochten“

Die Europäer fanden es viele hundert Jahre lang ganz selbstverständlich, dass sie zur Herrschaft über die Bewohner anderer Kontinente bestimmt seien. Auf die Kolonialzeit gibt es deshalb von Anfang an ganz unterschiedliche Perspektiven. Ausbeutung, Rassismus und viele Formen brutaler Unterdrückung gehörten zu den Erfahrungen, die Millionen Menschen mit den selbst ernannten Herren machten. Die erzählten allerdings eine andere Geschichte – schon Christoph Kolumbus fing damit an, als er auf Entdeckungsreise ging: Obwohl er in erster Linie daran dachte, Gold und Sklaven zurück nach Spanien zu bringen, stilisierte er sich zum Missionar des christlichen Glaubens, der nur Gutes im Sinn habe.

Spätere, weniger religiöse Zeiten fanden ein neues Argument, um wirtschaftliche und machtpolitische Interessen zu verschleiern: Man wolle barbarischen Völkern die Segnungen der Zivilisation bringen, hieß es nun. Dabei sahen die Europäer in den fernen Weltgegenden vor allem einen Vorrat an Ressourcen, den sie sich zunutze machen wollten. Die einen hatten es auf Gewürze und Edelmetalle abgesehen, die anderen auf Baumwolle und Zucker. Das Elend der Sklaverei war ein ständiger Begleiter dieser Expansion, die erst im 20. Jahrhundert endete und tiefe Spuren in der globalen Politik und im Gedächtnis der Menschheit hinterlassen hat. Die laufende Diskussion um die Rückgabe von Kunstwerken an ehemalige Kolonien ist dafür das jüngste Beispiel.

Die neue Ausgabe von SPIEGEL EDITION GESCHICHTE, die ab heute im Handel ist, versammelt die besten Beiträge zum Thema aus SPIEGEL und SPIEGEL GESCHICHTE, sorgfältig durchgesehen und aktualisiert, in besonders attraktiver Gestaltung. Sie beleuchtet nicht nur die Vergangenheit, sondern ermöglicht auch ein besseres Verständnis aktueller Fragen.

SPIEGEL EDITION GESCHICHTE „Von Herren und Sklaven. Wie die Europäer die Welt unterjochten“ erscheint am 9. April 2019 mit einem Heftumfang von 156 Seiten zum Copypreis von 12,90 Euro.


Hamburg, 9. April 2019

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