Moderne Heftproduktion

Beim SPIEGEL werden alle Möglichkeiten modernster Technik genutzt, um einen reibungslosen Produktionsablauf bei höchster Qualität zu sichern. Das Berliner Büro und eine Reihe weiterer Redaktionsvertretungen sind über das SPIEGEL-Netz direkt in die Produktion integriert. Für Redakteure auf Reisen und Redaktionsvertretungen im Ausland bestehen abgesicherte Einwahlmöglichkeiten für die Übertragung von Beiträgen oder die Archivrecherche.

Die Bildredaktion kann direkt auf das aktuelle digitale Bildmaterial der großen Nachrichtenagenturen zugreifen. Fotografen und Bildagenturen stellen ihr Angebot über das Internet bereit oder senden es über digitale Transportwege an die Bildredaktion. Alle SPIEGEL-Titel und sämtliche redaktionelle Seiten werden komplett produziert und als digitale Endseiten direkt in die Druckereien übertragen.

Der SPIEGEL wird wöchentlich in einer Auflage von circa 900.000 Exemplaren von Mohn Media in Gütersloh und Stark Druck in Pforzheim hergestellt. Das Druckverfahren wechselte Anfang 2015 vom Tiefdruck in den Offsetdruck. Um pünktlich und möglichst schnell am Kiosk und bei den Lesern zu sein, wird das Magazin jede Woche unter großem Zeitdruck produziert. Die gesamte Auflage muss in etwa 20 Stunden gedruckt und zu Heften verarbeitet werden. Das bedeutet: Pro Minute werden mehr als 750 Hefte gedruckt.

Für die Herstellung des SPIEGEL wird ein leichtgewichtiges, gestrichenes Papier von 54 g/qm verwendet; für eine durchschnittliche Ausgabe werden knapp 280 Tonnen Papier benötigt. Die Qualität stellt ein Optimum an Helligkeit, Färbung und Opazität unter Berücksichtigung ökologischer Anforderungen dar. Der Umschlag des SPIEGEL wird auf einem höhergewichtigen, 115 g/qm schweren Papier gedruckt.

Der Umweltschutz hat im SPIEGEL-Verlag seit vielen Jahren hohe Priorität. Die langjährige und enge Zusammenarbeit mit nur wenigen Papierfabriken stellt die vom Verlag vorgegebenen Qualitäts- und Umweltanforderungen sicher. Außerdem engagiert sich der SPIEGEL-Verlag im Umwelt-Arbeitskreis des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger. Das Gremium sorgt für die Weiterentwicklung und Durchsetzung ökologischer Standards in allen Gliedern der Produktionskette, die von der Waldbewirtschaftung bis zum Recycling reicht.

Im Rahmen dieser Arbeit wurden gemeinsam mit dem Verband Deutscher Papierfabriken für alle Teile der Herstellungskette Selbstverpflichtungserklärungen abgegeben. Diese gelten für die Bereiche Forstwirtschaft und Holzernte, Zellstoffherstellung, Papierherstellung, Papierrecycling, Druckprozess und Druckfarben. Im Jahr 1999 wurde darüber hinaus zum Thema der Forstzertifizierung ein Anforderungskatalog entwickelt. Diesen erfüllen mittlerweile die Zertifizierungssyteme FSC (Forest Stewardship Council) und PEFC (Pan European Forest Certification). Die Publikationen der SPIEGEL-Gruppe werden komplett auf FSC-zertifiziertem Papier gedruckt.